





































Das Unternehmen befand sich aufgrund der Finanzmarktkrise und der Insolvenz der Muttergesellschaft seit Anfang 2009 in einer Absatzkrise, da die Umsätze erheblich eingebrochen waren. Außergerichtliche Einigungsversuche mit den Gläubigern im Verlauf des Jahres 2009 blieben erfolglos.
Die Geschäftsführung stellte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit am 02.10.2009 Insolvenzantrag. Herr Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt.
Mit dem Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit nutzte das Unternehmen die vom Gesetzgeber seit 1999 gegebene Möglichkeit der frühzeitigen Antragstellung. Dr. Dirk Andres führte das Unternehmen in der vorläufigen Insolvenz zunächst fort. Bereits vorher erarbeitete Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich des Vertriebs, des Personals und der Standorte wurden umgesetzt. Ein Teil der Mitarbeiter im Stammwerk in Iserlohn wechselte in eine Transfergesellschaft.
Am 30.12.2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und Dr. Dirk Andres zum Insolvenzverwalter ernannt. Das Unternehmen wurde vom Insolvenzverwalter weiter fortgeführt. Aufgrund der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen schrieb das Unternehmen im Insolvenzverfahren wieder Gewinne.
Dr. Andres verhandelte in der Folgezeit mit verschiedenen Interessenten über die Übernahme des Unternehmens. Letztlich stellte sich heraus, dass die Sanierung des Unternehmens durch ein Insolvenzplanverfahren für alle Beteiligten die günstigste Variante ist. Dr. Andres erarbeite in der Folge zusammen mit der Geschäftsführung einen Insolvenzplan, der es dem Investor ermöglichte, das Unternehmen aus der Insolvenz herauszuführen. Der Insolvenzplan wurde mit dem Bankenpool als Hauptgläubiger abgestimmt.
Am 07.12.2010 fand der Erörterungs- und Abstimmungstermin über den Insolvenzplan statt. Die Gläubiger stimmen dem Plan mit einer beeindruckenden Mehrheit von mehr als 95 Prozent zu. Sie erhalten eine überdurchschnittliche Quote in Höhe von 9 Prozent. Die durchschnittlich in Deutschland erzielte Quote für Insolvenzgläubiger liegt bei 5,4 Prozent. Die gesicherten Gläubiger erhalten mehr als 90 Prozent Ihrer offenen Forderungen.
Mehr als 80 Prozent der Arbeitsplätze konnten durch die Sanierung erhalten bleiben. Die Gesellschaft stellt aktuell wieder Mitarbeiter ein.