





































Nachdem alle außergerichtlichen Sanierungsbemühungen erfolglos blieben, trat die Geschäftsführung der Accente Einrichtungs GmbH Anfang Juli 2010 mit der Bitte um Hilfe an AndresSchneider heran. Die Kanzlei analysierte die Möglichkeiten zunächst in einem zweitägigen Quickcheck. Als Ergebnis stand fest, dass das Unternehmen über ein Insolvenzplanverfahren saniert werden kann. AndresSchneider bereitete in den folgenden drei Wochen den Insolvenzplan als sogenannten „pre-packaged“ Plan noch vor einer Insolvenzantragstellung vor.
Bereits Ende Juli 2010 stellte das Unternehmen mit Unterstützung von AndresSchneider Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und nutzte damit die vom Gesetzgeber seit 1999 gegebene Möglichkeit der frühzeitigen Antragstellung. Gleichzeitig wurde dem Insolvenzgericht der bereits vorbereitete Insolvenzplan präsentiert.
Der vorläufige Insolvenzverwalter führte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und AndresSchneider fort. Die bereits vorher erarbeiteten Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Bereich des Vertriebs und des Personals umgesetzt.
Am 01.10.2010 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Gleichzeitig ernannte die Geschäftsführung einen Mitarbeiter von AndresSchneider zum Generalbevollmächtigten. Eine aktualisierte Fassung des Insolvenzplans wurde dem Insolvenzgericht vorgelegt. Das Gericht ordnete daraufhin die Eigenverwaltung an. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens lenkte das Unternehmen seine Geschicke mit Unterstützung der Kanzlei im Wesentlichen wieder selbst.
Die Gläubiger stimmten dem Insolvenzplan am 22.11.2010 in der Gläubigerversammlung (Erörterungs- und Abstimmungstermin) mit einer beeindruckenden Mehrheit von mehr als 95 Prozent zu. Sie erhalten eine weit überdurchschnittliche Quote in Höhe von 10 Prozent. Die gesicherten Bankengläubiger werden zu 100 Prozent befriedigt. Im Durchschnitt erzielen Insolvenzgläubiger in Deutschland eine Quote in Höhe von 5,4 Prozent.
Das Unternehmen verließ am 31.12.2010 das Insolvenzverfahren und ist seit dem 01.01.2011 wieder selbständig am Markt tätig. Mehr als 75 Prozent der Arbeitsplätze konnten erhalten werden.
Die Sanierung des Unternehmens hat damit einschließlich der Vorbereitungsphase sechs Monate in Anspruch genommen. Das Insolvenzverfahrens war in fünf Monaten abgeschlossen.